Fachpodium „Ökosystem Digitale Schule“ auf der didacta 2019 in Köln

Wir haben am Donnerstag, den 21.02.2019 um 10 Uhr auf der didacta in Köln Lehrkräfte, Redakteure aus dem Bildungsbereich und Medienberater sowie Elternvertreter eingeladen, an unserem „Fachpodium Ökosystem Digitale Schule“ teilzunehmen. Fünf Personen sind unserer exklusiven Einladung gefolgt und mit uns in den Austausch getreten!

„Wie gestalten wir den digitalen Wandel an Schulen? Bedarf es öffentlicher Lenkung oder Engagement von den Lehrenden selbst? Warum warten? Der Weg des digitalen Wandels ist geebnet und wir gehen ihn Hand in Hand mit Ihnen. Die schul.cloud® z.B. ist schon bei über 2.500 Schulen im Einsatz und kostet Sie nichts – nicht einmal Ihre Daten!“ Mit diesem Einladungstext haben wir das Fachpodium geteasert und das bildete auch die Grundlage für unseren Austausch. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sowohl der Teilnehmer als auch uns als Gastgeber, stiegen wir dann direkt in die Diskussion ein. Ausgewählte Ergebnisse haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst.

Übrigens: Sie können sich ganz unkompliziert direkt jetzt den über 2.500 Schulen anschließen, die bereits zufriedene und aktive Nutzer der schul.cloud sind – jetzt loslegen!

Wie erleben Sie die Nutzung digitaler Medien im „Dunstkreis“ der Schule?

„Schulen müssen plötzlich zwei Schritte in einem gehen: Technik und Umdenken.“, erklärte Sascha Sohn, digital engagierter Lehrer am Gymnasium Johanneum in Ostbevern. Ausgehend von der Tatsache, dass viele Schulen auch heute noch sehr analog unterwegs sind und die Digitalisierung nun mit Digitalpakt und anderen Diskussionen stark vorangetrieben wird, sind so plötzlich zwei Themen auf deren Agenda: zum einen die technische Ausstattung und Infrastruktur und zum anderen das Umdenken und die Umstrukturierung der Lehrkräfte.

„Es braucht eine verpflichtende, digitale Weiterbildung für Lehrer/innen. Dann kann es auch mit der Digitalisierung losgehen!“ Hagen Heinrich, als Berater für mobiles Lernen mit neuen digitalen Medien, sieht die Lösung in einer verpflichtenden Weiterbildung. Denn auch die Jungen – so erlebt er es immer wieder – hängen an ihrer Freizeit und stellen die Frage, wer ihnen die ständige Erreichbarkeit ausgleicht – mit Gehalt und / oder entsprechender Freizeit.

„Man kriegt nie alle mit – das muss man realistisch sehen und mit denen arbeiten, die wollen. Und dann die Vorteile klar herausstellen. Was Technik angeht, bin ich ganz klar für BYOD (Bring your own device) – auch als Lehrer. Von meiner Schule erwarte ich nur, dass ich – egal welches Device ich habe – es anschließen kann. Ganz egal von welcher Marke ich überzeugt bin.“, äußerte sich Kai Schmidt, Schulleiter, Lehrer und YouTuber, zu den Themen Technik und Umdenken. Es gibt bspw. immer noch Schulen, bei denen die ersten interaktiven Whiteboards noch unausgepackt im Keller stehen, wie uns bestätigt wurde. Weil kein Bedürfnis besteht diese zu verwenden, weil die Infrastruktur fehlt oder schlicht, weil man sie inzwischen vergessen hat. Einer der Gründe, warum BYOD eine gute Lösung ist: arbeitet man auf den vorhandenen Geräten der Schüler/innen, dann sind es Privatgeräte und werden dementsprechend pfleglich behandelt. Bei Schulgeräten ist das ggf. in dieser Form nicht der Fall.

„Wenn man Lehrern eine Lösung vorstellt, die für sie nur Vorteile hat – Daten dank der Cloud immer dabei, Vereinfachung der Arbeit durch effizientes Teamwork – und funktioniert, sind die alle dabei. Und dann kann man nach und nach weitere, sinnvolle Module aufsetzen.“, stellte Herr Schmidt klar. Wir verfolgen mit der neuen schul.cloud pro genau diesen Ansatz. Jede Schule kann sich nach ihrem Bedürfnis und ihrem Budget exakt die Zusatzmodule auswählen, die sie benötigt. Natürlich sprachen wir in diesem Zusammenhang auch offen über den Kostenrahmen. Hier gibt es einen großen Unterschied in den Budgets, die kleinen oder großen Schulen zur Verfügung stehen.

„Es kann doch nicht sein, dass eine so schöne Lösung immer abhängig vom Geldbeutel der einzelnen Schulen ist“, merkte Herr Schmidt an. Es gibt aktuell in den Ländern keine Rahmenverträge, die es auch kleinen Schulen erlauben würden, Lösungen zu erwerben, die entsprechende Lizenzgebühren kosten. Kleinere Schulen mit ca. 400 Schülern beispielsweise haben einfach finanziell nicht die Möglichkeiten, welche Schulen mit 1.500 und mehr Schülern haben. Auch die Beteiligung der Eltern wurde in diesem Rahmen besprochen. Einhellig ist die Erfahrung, dass die Eltern wollen. Es muss sich aber in einem leistbaren Rahmen befinden. „Laut einer Studie zahlen wir Eltern schon heute 1.000€ pro Kind und Jahr drauf und da ist alles Digitale noch nicht enthalten.“, zeigte Thorsten Muschinski, Delegierter für den Bundeselternrat, auf.

Wie nutzen Sie selber digitale Medien im Unterricht und wie binden Sie sie ein?

„Ein Wort haben wir jahrelang vernachlässigt – Kreativität. Wenn die Schüler/innen das Lernen gelernt haben, dann können sie auch neue Themen in Gruppen digital erarbeiten.“, stellte Herr Heinrich im Rahmen der Frage zur Unterrichtsgestaltung fest und Herr Schmidt erklärte ergänzend: „Wir vermitteln seit Jahren Kompetenzen und nicht mehr nur Inhalte.“ Er wünscht sich ein oder zwei Leuchtturmschulen, die unter idealen Bedingungen arbeiten und so nach etwa fünf Jahren einen merklichen Unterschied in den Kompetenzen, den Anwendungen und dem Wissen der Schüler/innen feststellen können, was die Theorie belegen und die Praxis unterstützen würde.

„Wir müssen dahin kommen, dass wir – wie die Finnen heute schon – in Problemen statt in Fächern denken und lernen lehren.“, erklärt Herr Schmidt. So würden die Schüler/innen tatsächlich aufs Leben vorbereitet, denn dort fragt niemand mehr Formeln ab, der Arbeitsmarkt erwartet heute ganz andere Kompetenzen. Auch mediale Fähigkeiten werden bei Absolventen vorausgesetzt – die Schule wird damit ein so vielfältiger Bildungsort, dass – werden Hilfsmittel nicht verwendet – die Kompetenzen nicht so ausgebildet werden können, wie es erwartet wird. Während, wenn Schüler/innen im Schulalltag ganz selbstverständlich technische Hilfsmittel wie den Messenger verwenden, erlangen Sie ganz nebenbei wichtige soziale Kompetenzen. Und die Fähigkeit, sich mit Themen auf unterschiedliche Art und Weise und aus diversen Perspektiven auseinanderzusetzen.

„Entscheidend ist, sich für eine Plattform zu entscheiden und diese einzusetzen.“, erklärte Herr Heinrich abschließend. Hier waren sich alle einig – es ist das Engagement Einzelner, das Entwicklungen vorantreibt. Ob Herr Schmidt mit seinem Engagement als Schulleiter und seinen Videos zu schulischen Themen, Herr Heun – der Lehrer, der für WLan an seiner Schule sorgte oder Herr Muschinski, der sich im Landeselternbeirat engagiert. Auch Schüler/innen können Akteure sein, die den digitalen Fortschritt an Schulen auslösen. Es ist wichtig, ebendieses Engagement hervorzuheben, zu unterstützen und unseren Beitrag dazu zu leisten.

Ausblick auf kommende Veranstaltungen

Wir möchten uns gerne bei allen Teilnehmern bedanken für den regen, interessanten Austausch auf Augenhöhe. Die Zeit hat gar nicht ausgereicht, um auf die vielen Themen einzugehen, die uns beschäftigt haben. Wir fanden es ein hervorragendes Format, das wir – nicht nur aus diesem Grund, sondern auch weil uns der regelmäßige Austausch wichtig ist – gerne wiederholen werden. Die Teilnehmer des Fachpodiums "Ökosystem Digitale Schule" auf der didacta waren:

  • Herr Kai Schmidt, Schulleiter, Twitter und YouTube @lehrerschmidt
  • Herr Sascha Sohn, Lehrer, Twitter @sohnsascha, Instagram @saschasohn
  • Herr Dominik Heun, Lehrer, Twitter @GrZahl
  • Herr Thorsten Muschinski, Vorsitzender im Landeselternbeirat der Gemeinschaftsschulen SH
  • Herr Hagen Heinrich, Berater für mobiles Lernen mit neuen digitalen Medien

Sie haben ebenfalls Interesse an einem Austausch mit uns? Melden Sie sich gerne bei uns! Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Außerdem bieten wir mit unserer Veranstaltungsreihe „Ökosystem Digitale Schule – schon heute Realität!“ auch 2019 wieder deutschlandweit die Möglichkeit, sich unser Ökosystem Digitale Schule anzusehen und sich mit uns auszutauschen. Alle Termine sowie die Anmeldung finden Sie zeitnah auf unserer Website. Wir freuen uns auf Sie!

PS: Wir haben noch viele andere Themen besprochen, aber einige würden hier zu weit führen, andere zu sehr ins Detail. Daher haben wir bewusst diesen Auszug aus unserer Runde gewählt. Wir hoffen, Ihnen einen guten Eindruck vermittelt zu haben und Lust gemacht auf unser zukünftigen Veranstaltungen und nicht zuletzt natürlich auch unsere Produkte.

 

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